50 JAHRE BÜCHERSTUBE BAUMANN
Am 10. November 1975 haben Beate und Joachim die Pforten der Bücherstube Baumann erstmals geöffnet. Am 10. November 2025 gibt es uns erstaunlicherweise immer noch. Das wollen wir gemeinsam feiern! Am kommenden Montag, 10. November, freuen wir uns über alle, die vorbeikommen, um mit uns darauf anzustoßen. Am Samstag, 15. November, heißt es: Open House mit Open End! Kommt, bleibt, plaudert und feiert!
Ota Pavel, Der Tod der schönen Rehböcke
Der Umfang von Ota Pavels Gesamtwerk mag bescheiden sein, aber das ist doch egal, oder? Die Pointen, der Charme und die kunstvoll unprätentiöse Sprache, die seine autobiographischen Erzählungen prägen, beweisen, dass der Begründer der modernen tschechischen Sportpublizistik eigentlich gar kein Sportreporter war, sondern ein begnadeter und zu Unrecht in Vergessenheit geratener Schriftsteller. (2026 bei Wagenbach erschienen, gebunden, 144 Seiten, € 22,70, ISBN 978-3-8031-1393-1)
Andreas Rainer, Wiener Alltagspoeten 3
Auch beim dritten Teil wird man geradezu neidig auf die Schlagfertigkeit mancher Menschen, ich frage mich außerdem bei der einen oder anderen Situation, ob sie nicht erfunden ist. Wie auch immer, das Konzept ist bekannt und funktioniert nach wie vor hervorragend. Vielleicht repräsentiert die Wienerin bzw. der Wiener doch einen eigenen Menschenschlag. (2026 bei Milena erschienen, gebunden, 160 Seiten, € 23,–, ISBN 978-3-903460-66-9)
El Awadalla, U-Bahn, Oida. Wiener Schmäh auf allen Linien
El Awadalla hat in diesem Büchlein 110 kleine, aber feine Episoden aus der U-Bahn dokumentiert. Mag man Dialekt, schwarzen Humor und Milieustudien, ist man hier richtig. (2026 bei Milena erschienen, gebunden, 200 Seiten, € 25,–, ISBN 978-3-903460-65-2)
Michael Riepl, Ferne Heimat Altmontal. Das Leben meiner Großmutter zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus
Hedwig Krämer wird 1919 als Schwarzmeerdeutsche in der Südukraine geboren und stirbt über achtzig Jahre später in ihrer Wahlheimat Bayern. Ihr Enkel findet nach ihrem Tod in ihren Tagebüchern Antworten auf Fragen, die er sich ihr nie zu stellen getraut hat, und fährt in die Ukraine, einerseits weil er sich humanitär bei einer Hilfsorganisation in Kiew engagiert, andererseits um sich auf die Spuren seiner Großmutter zu begeben. Das Bild, das Riepl von der untergegangenen Welt zeichnet, kontrastiert dabei weniger als gedacht mit jenem der gegenwärtigen Ukraine. Seine Recherchen zur Geschichte und Kultur in Osteuropa, inklusive der jeweiligen Sprachen, sind gründlich und im Mittelpunkt seiner Beobachtungen steht das Menschliche. (2026 bei C. H. Beck erschienen, gebunden, 304 Seiten, € 25,70, ISBN 978-3-406-84946-6)
